MIRACLE

Sonntag | 22 | 11 | 2026
Beginn: 17:00 Uhr
Musikhochschule Münster
Ludgeriplatz 1
48151 Münster
Eintritt: 15 € / 12 erm.
VVK: tickets@henze100.de

„Imaginäres Theater“ nennt Hans Werner Henze eine Form des Musiktheaters, die ohne sichtbare Bühne auskommt: Musik lässt Figuren, Räume, Erinnerungen und Konflikte in der Vorstellung des Publikums entstehen. Le Miracle de la Rose setzt dieses Konzept nach Jean Genets Roman in eine konzentrierte Form für Klarinette und Ensemble um. Die Klarinette wird dabei zur Stimme der Erinnerung, während das Ensemble verschiedene Rollen und innere Welten verkörpert. Das Programm stellt Henzes Theaterverständnis in einen Dialog mit Claudio Monteverdi und Wolfgang Amadeus Mozart. Monteverdis Verbindung von Wort und Klang, Mozarts musikalische Charaktere und Henzes imaginäres Theater zeigen unterschiedliche Wege, wie Musik szenische Räume eröffnen kann. Die eigentliche Bühne entsteht dort, wo Klang auf Vorstellungskraft trifft.

PROGRAMM

Claudio MONTEVERDI (1567–1643)
Madrigale
in Bearbeitungen für Ensemble

Wolfgang Amadeus MOZART (1756–1791)
Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott KV 452 (1784)
Largo – Allegro moderato • Larghetto • Allegretto

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Hans Werner HENZE (1926–2012)
Le Miracle de la Rose
Musik für einen Klarinettisten und 13 Spieler (1981)



BESETZUNG

Ensemble consord

Das Münsteraner Ensemble consord widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 2016 der zeitgenössischen Musik in ihren vielfältigen Ausdrucksformen. Zahlreiche Konzerte, Uraufführungen, Festivalauftritte und Workshops sowie eine CD-Produktion auf dem Label Dreyer Gaido mit Werken von Elnaz Seyedi, Gordon Kampe und Brigitta Muntendorf prägen die Arbeit des Ensembles.

Das Ensemble arbeitete in der Vergangenheit häufig in musiktheatralen Kontexten und entwickelte in Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Sandra Strunz, Gineke Pranger und Albrecht Hirche Projekte, die sich zwischen Konzert und szenischer Aktion bewegen.

Die bläserbetonte Besetzung, erweitert um Rhythmusgruppe, E-Gitarre und Live-Elektronik, prägt den charakteristischen Klang von consord, der zwischen kammermusikalischen Texturen und kraftvollen, bandartigen Klangbildern wechselt.
Das gemeinsame Musizieren ohne Dirigent*in, eine sorgfältige Programmgestaltung und die Einbindung performativer Elemente gehören zu den zentralen Arbeitsweisen von consord.

Das Ensemble gastierte bei Festivals wie Acht Brücken | Musik für Köln, dem NOW! Festival Essen, Klangzeit Münster, Musikbiennale Niederrhein, Hörfest Neue Musik in Ostwestfalen-Lippe, Konzertreihe Neue Musik Eckernförde und dem Festival Neue Musik Ulm.