SERENADE II

Freitag | 13 | 11 | 2026
Beginn: 18:00 Uhr
Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen

Das Streichtrio gehört zu den kammermusikalischen Besetzungen, in denen drei Instrumente mit vergleichsweise wenigen Mitteln eine erstaunliche Vielfalt an Klang, Bewegung und musikalischer Kommunikation entfalten können. Dieses Programm führt durch vier Werke aus zwei Jahrhunderten.

Ernst von Dohnányis Serenade op. 10 (1902) verbindet fünf Sätze zu einem spätromantischen, spielfreudigen Divertissement. Michael Em Walters Streichtrio Nr. 2 (2026) nutzt als 15-minütiger Satz feine Klangfarben wie Pizzicato und Glissandi für einen dynamischen Prozess. Hans Werner Henzes Trio (1998) überführt historische Formen – Allegrettino, Adagio und Ländler – prägnant in die Moderne. Den Abschluss bildet Franz Schuberts Streichtriosatz B-Dur D 471 (1816), in dem bereits seine charakteristische melodische Weite spürbar wird.


PROGRAMM:

Ernst von DOHNÁNYI (1877–1960)
Serenade C-Dur für Streichtrio op. 10 (1902)
Marcia. Allegro
Romanza. Adagio non troppo, quasi andante
Scherzo. Vivace
Tema con variazioni. Andante con moto
Rondo (Finale): Allegro vivace

Michael Em WALTER (*1981)
Streichtrio Nr. 2 (UA) (2026)

Hans Werner HENZE (1926–2012)
Trio in drei Sätzen
für Violine, Viola und Violoncello (1998)
Allegrettino • Adagio • Ländler

Franz SCHUBERT (1797–1828)
Streichtriosatz B-Dur D 471 (1816)
Allegro


BESETZUNG:

Trio Kontur

Trio Kontur –  das sind: Caroline Frey (Violine), Ainis Kasperavicius (Viola) und Mathieu Jocqué (Violoncello) – drei Musiker aus drei europäischen Ländern, die sich voll und ganz der Kammermusik verschrieben haben. Unentwegt auf der Suche nach einer eigenen Ensemblesprache und einer spezifischen Klang- und Farbgebung ist es ihnen stets daran gelegen, ihrem Publikum zu einem außerordentlichen Kammermusikgenuss zu verhelfen.
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Das Streichtrio, vielleicht als kleine Schwester des Streichquartetts bekannt, ist eine besonders herausfordernde und wandlungsfähige Form der Kammermusik. Die Musiker bewegen sich im Spannungsfeld zwischen solistischer Spielweise und dichtem harmonischen Ensemblespiel. Im Vergleich zum Streichquartett sind die einzelnen Stimmen vielseitiger gefordert und nahezu gleichberechtigt. So kommen im Trio Kontur die drei unterschiedlichen Persönlichkeiten der Musiker*innen zur Geltung, die gleichzeitig eine dynamische musikalische Einheit bilden.
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In diversen Formationen haben alle drei bereits langjährige Erfahrung mit kammermusikalischen Besetzungen gemacht. Caroline vorrangig im Klaviertrio Elementi, Ainis im Et Arsis Pianoquartett und Mathieu im Evenos Streichquartett. Prägend für alle Ensembles und Spieler war jeweils Professor Andreas Reiner, dessen einzigartiges musikalisches Schaffen auch das Trio Kontur bis heute inspiriert.